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Addiator

Hardware Svenska → Aktualisiert: 2026-10-05

Ein flacher Taschenrechner aus Metallschienen und einem Stift — Addition ganz ohne Zahnrad, beliebt bis die Elektronik ihn überrollte.

Ein Addiator ist ein Schieberechner: gezahnte Metallschienen in einem schmalen Blechgehäuse, eine pro Stellenwert. Mit einem Stift schiebt man die Schiene in den Schlitzen um die zu addierende Anzahl Schritte nach oben, und ein Haken am oberen Rand überträgt den Übertrag auf die nächste Stelle. Kein Zahnrad, keine Feder, keine Kurbel — nur Schienen und eine Handbewegung.

Das Prinzip stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts (Kummer 1847, später Troncet), doch der Name kommt von der Addiator Gesellschaft in Berlin, die daraus ab den 1920er-Jahren ein billiges, taschengroßes Massenprodukt machte. Verkauft wurde er noch in den 1970er-Jahren — bis der Taschenrechner mit Leuchtdioden die Metallschienen binnen weniger Jahre überflüssig machte.

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